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Elefant

Afrikanischer Elefant (Loxodonta africana) - Beliebt und umstritten wie kein anderes Tier

Wenn man einen Afrikanischen Elefanten sieht, fällt zunächst seine Grösse auf: Der Afrikanische Elefant ist das grösste Säugetier, das auf dem Land lebt. Er wird bis 7,5 Meter lang und bis 7500 Kilogramm schwer. Weitere Merkmale, die sofort ins Auge fallen, sind die grossen Ohren, die kräftigen Säulenbeine, die Stoßzähne, die beim Afrikanischen Elefanten von Männchen und Weibchen getragen werden, und natürlich der Rüssel, der zu vielen Dingen benutzt wird. Er dient dazu, Nahrung und Wasser ins Maul zu befördern, der Aufnahme von Gerüchen, dem Tasten und als Werkzeug zum Bewegen von Gegenständen. Auch als Waffe kann der Rüssel eingesetzt werden.

Der Afrikanische Elefant ist in verschiedenen Teilen Afrikas südlich der Sahara verbreitet - heute allerdings nur noch auf einem Drittel seines ursprünglichen Verbreitungsgebietes. Er lebt nicht nur in Savannen, sondern kommt auch in Wäldern, Halbwüsten und im Bergland bis zu einer Höhe von 5000 Metern vor.

Eine Herde Afrikanischer Elefanten besteht meistens aus mehreren Weibchen, die bei den Elefanten auch Kühe genannt werden, und ihren Jungen. Die Kühe sind oft miteinander verwandt. Die Männchen, auch als Bullen bezeichnet, leben oft in eigenen Verbänden. Sie schließen sich nur zur Paarungszeit den Weibchen an. Alte Bullen sind auch manchmal Einzelgänger. Die Jungtiere kommen nach einer Tragzeit von knapp 2 Jahren auf die Welt. Bei der Geburt wird die Mutter von anderen Kühen, die Tanten genannt werden, unterstützt. Die Tanten kümmern sich neben der Mutter auch nach der Geburt weiter um das Elefantenkind. Entwöhnt wird der junge Elefant nach ungefähr 2 Jahren. Nach 7 bis 12 Jahren ist er geschlechtsreif. Der Afrikanische Elefant kann bis zu 70 Jahre alt werden.

Die Nahrung des Afrikanischen Elefanten ist ausschließlich pflanzlich: Den größten Anteil hat hierbei Gras, aber auch Zweige, Blätter, Früchte, Knospen und Wurzeln werden verspeist. Da der Elefant ein ausgesprochen schlechter Futterverwerter ist, verbringt er einen grossen Teil der Zeit mit der Aufnahme von Nahrung.

Der Afrikanische Elefant ist das größte Landsäugetier. Er ist außerdem sehr wehrhaft und hat deshalb kaum natürliche Feinde. Allerdings gibt es doch einige Tiere, die jungen Elefanten gefährlich werden können. Vor allem sind das Hyänen, Krokodile, Afrikanische Wildhunde und Löwen.

Lange Zeit wurde der Afrikanische Elefant wegen seiner Stoßzähne gejagt. Das sogenannte "Elfenbein" war als Rohstoff für Schmuckstücke und Schnitzereien aller Art äusserst begehrt. 1989 wurde ein Handelsverbot für Elfenbein erlassen, so dass sich die Bestände teilweise wieder erholen konnten. Ein anderes Problem ist aber die Zersiedelung des Lebensraumes der Elefanten. Um ihren großen Nahrungsbedarf zu decken, müssen Elefanten wandern. Treffen sie dabei auf menschliche Siedlungen, kommt es immer wieder zu Konflikten, da sie auf der Suche nach Nahrung häufig Felder verwüsten. So ist in weiten Teilen Afrikas die Besiedelung des Lebensraumes der Elefanten durch Menschen heute das vorherrschende Problem des Elefantenschutzes.

Leider gehen die Bestrebungen einiger Staaten des südlichen Afrikas dahin, das Exportverbot für Elfenbein zu lockern und eine kontrollierte Jagd auf Afrikanische Elefanten zuzulassen. Dies wurde besonders auf der Artenschutzkonferenz in Nairobi im April 2000 deutlich. Oft wird aber übersehen, dass eine Lockerung des Exportverbotes neben einer kontrollierten Jagd auch einen Anstieg der Wilderei nach sich ziehen würde; das Geschäft mit Elfenbein wäre wieder lukrativ und das endgültige Aus für den Afrikanischen Elefanten möglicherweise eingeläutet.




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